Kleinwindkraft zur Senkung der Energiekosten – Betrieb in Bocholt probiert es aus

Erneuerbare Energien bringen eine ganze Reihe von Vorteilen für die Bevölkerung. Neben einer CO2-neutralen Energieerzeugung ist es außerdem ein Stück Energiewende für jeden einzelnen Bürger, der in eigener Regie Maßnahmen ergreift, um durch erneuerbare Energien einen Teil des eigenen Verbrauchs zu decken. Die Kleinwindkraft bewährt sich dabei immer mehr als Energielieferant, ganz gleich ob für private Haushalte oder gewerbliche Betriebe.

Errichtung von Kleinwindanlage auf Gewerbegrundstück neuer Trend

Auch Jupp Bockem aus Bocholt will die Gelegenheit ergreifen und plant die Errichtung einer Kleinwindanlage auf seinem Gewerbegrundstück. Damit geht Bockem mit gutem Beispiel führend voran. „Es war im Juli 2011 der erste Bauantrag dieser Art, der beim Kreis Kleve gestellt wurde“ erklärt der Unternehmer. Eine positive Entscheidung zu dieser Bauvoranfrage habe der Kreis bereits getätigt, sodass nun die Installation ansteht. Wann die Anlage jedoch genau errichtet werden soll, weiß Jupp Bockem allerdings noch nicht. „Eine Bocholter Firma baut für uns die Anlage als Pilotprojekt“, so Bockem. In Bocholt ist die Windkraft auf kleiner Ebene sowohl für Verbraucher als auch für Installationsbetriebe noch Neuland. Wo die Anlage in Zukunft für sauberen Strom aus Windkraft sorgen soll, hat Bockem bereits ermittelt. Auf einer Grünfläche vor seinem Getränkemarkt herrschen ausreichende Windbedingungen, die einen rentablen Betrieb ermöglichen. Die kleine Windkraftanlage verfügt über eine Nabenhöhe von 18 Metern und ist insgesamt 20 Metern hoch. Darüber hinaus weist sie eine Leistung von 3,5 kW auf und kann im Jahr etwa 3000 bis 4000 Kilowattstunden produzieren. Damit will Jupp Bockem die hohen Kosten für die Beleuchtung, aber vor allem für den Betrieb der Kühlanlagen minimieren und im besten Fall ausgleichen. Angesichts der steigenden Energiekosten erweist sich die Anschaffung einer Kleinwindanlage vor allem für gewerbliche Unternehmer als langfristig sinnvoll, sofern die dafür optimalen Windbedingungen vor Ort gegeben sind. Erfolgt eine Einspeisung des produzierten Stroms in das öffentliche Stromnetz, so wird jede Kilowattstunde mit 9,2 Cent pro kWh vergütet. Lohnenswerter ist da der Eigenverbrauch, da die Ersparnis bei ungefähr 20 Cent gegenüber dem üblichen Preis für Haushaltsstrom liegt.

Kleinwindanlage sind bis 50 Meter groß

Die Einstufung als Kleinwindanlage ist üblicherweise gegeben, wenn die Anlagen eine Gesamthöhe von 50 Metern nicht überschreiten. Dann würde sie unter die sogenannte immissionsschutzrechtliche Genehmigungspflicht fallen. Als untergeordnete Nebenanlagen in allen Baugebieten ist der Betrieb von Kleinwindanlagen erfahrungsgemäß stets zulässig, jedoch setzt dies voraus, dass der Nutzungszweck primär den Grundstücken des Betreibers zugewiesen ist. Mehr als 50 % der erzeugten Energie muss dabei auf dem Grundstück selbst verwendet werden.

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